Pflastersteine & Platten

Grundlegendes

Bild zum Thema GrundlegendesPflastersteine werden in Dicken von 6 bis 14 cm hergestellt, Großformate können Dicken bis 18 cm und mehr aufweisen. Die Steindicke wird in Abhängigkeit von der Verkehrsbelastung (Belastungsklasse Bk 0,3 bis Bk 3,2) und dem Steinformat gewählt. Rad- und Gehwege werden in der RStO gesondert betrachtet. Hier sollen Betonsteine und -platten mit einer Dicke von mindestens 8 cm gewählt werden.

Bei Verwendung von Steinen mit Verschiebesicherung oder Verlegung der Fläche in einem leistungsfähigen Verband, wie z. B. Fischgrätverband, darf die Dicke um 2 cm reduziert werden. Die Steindicke 8 cm sollte im öffentlichen Bereich nicht unterschritten werden.

Bei Bauvorhaben der Belastungsklasse 3,2, zum Beispiel einem Busbahnhof mit einer Frequenz von 100 Bussen am Tag, erzeugt die Verwendung von 14 cm dicken Verbundsteinen im Fischgrätverband zusätzliche Sicherheitsreserven.

Pflasterflächen sind höhengleich herzustellen, um Beanspruchungen der Kanten zu reduzieren. Steine mit einer ebenen Oberfläche dürfen im eingebauten Zustand um 2 mm abweichen, Steine mit einer grob-rauen Oberfläche 5 mm.

Vollkantige Betonsteine (PLAN) zeichnen sich in der Nutzung durch geringe Geräuschemissionen aus, reagieren aber empfindlich auf Kantenbeanspruchungen durch Fahrzeugbelastungen. Eine sinnvolle Alternative stellen Steine mit Mikrofase dar. Mit ihnen lässt sich ein hoher Kantenschutz bei gleichzeitig niedrigen Lärmemissionen realisieren.

Weitere Geräuschreduktionen des Fahrbahnbelages werden durch Diagonalverlegung,  größere Steinabmessungen und höhere Ebenheitsanforderungen erreicht.